ESPEN: Schweiz investiert in Bekämpfung von vernachlässigten Tropenkrankheiten

ESPEN: Schweiz investiert in Bekämpfung von vernachlässigten Tropenkrankheiten

Mit dem Projekt „ESPEN“ geht die Weltgesundheitsorganisation WHO gegen fünf vernachlässigte Tropenkrankheiten vor. Neu kann die WHO dabei auch auf die Unterstützung der Schweiz zählen: Die Schweizer Regierung hat sich bereit erklärt, ESPEN mit einem Beitrag von 7,4 Millionen Franken zu unterstützen.

Rund 1,5 Milliarden Menschen weltweit leiden an  vernachlässigten Tropenkrankheiten (engl. Neglected Tropical Diseases, NTDs). Diese Krankheiten lassen Menschen erblinden, verursachen Behinderungen und Entstellungen. Bei einigen Tropenkrankheiten kann der Krankheitsverlauf tödlich sein. Besonders betroffen sind Menschen, die in grosser Armut leben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet insgesamt 20 Tropenkrankheiten als „vernachlässigt“.

Fünf dieser Krankheiten, in erster Linie Wurmerkrankungen, stehen im Fokus des Projekts „ESPEN“ („Expanded Special Project for Elimination of Neglected Tropical Diseases“, dt. „Erweitertes Spezialprojekt für die Eliminierung von vernachlässigten Tropenkrankheiten“).  Seit 2016 nutzt die WHO ESPEN als Plattform, um Partnerschaften zwischen der Privatwirtschaft (beispielsweise der Pharmaindustrie) sowie der öffentlichen Hand zu bilden. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden unter anderem Medikamente gespendet und verteilt, Behandlungen durchgeführt sowie wissenschaftliche Daten erhoben.

ESPEN ist auf die finanzielle Unterstützung von Stiftungen, privaten Firmen und Regierungen angewiesen. Mit einem Beitrag von 7,4 Millionen Franken zählt nun auch die Schweiz zu den Partnern von ESPEN. SANTD begrüsst, dass sich die Schweiz aktiv für vernachlässigte Menschen einsetzt, die an vernachlässigten Krankheiten leiden.

Bildquelle: WHO

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